Neustadt, 13. April 2018

Jugendwaldeinsatz der Berufsfachschulklassen Bautechnik und Holztechnik vom 05.03. bis 09.03.2018

Los ging es am Montagmorgen mit dem Bus von Neustadt nach Schwaförden zum Waldpädagogikzentrum (WPZ) Hahnhorst. Das WPZ (in der Nähe von Sulingen) ist eines von 10 Häusern der Niedersächsischen Landesforsten, die jungen Gästen die Möglichkeit eines mehrtägigen Waldaufenthaltes bieten.

Wir wurden sehr freundlich von dem leitenden Förster Marcus Hoffmann begrüßt. Zunächst wurde uns das Gelände bei einem Rundgang vorgestellt und die Schüler und Schülerinnen bekamen schon mal einen ersten Eindruck von den vielfältigen Aufgaben der Landesforsten. Dabei wurde auch schnell klar, dass ein Jugendwaldeinsatz keine Klassenfahrt im herkömmlichen Sinne ist, sondern eher ein Betriebspraktikum.

Und was wurde nun konkret getan? Es gab täglich ein „strammes" Programm. Es wurden jeden Abend 4 wechselndeTeams eingeteilt, die folgende Aufgaben am nächsten Tag zu erfüllen hatten:

• Hauswirtschaft: Reinigen der Räume, Toiletten und Duschen, Vor- und Nachbereitung der Gemeinschaftsverpflegung
• Verschalung der Außenwände des neuen Lagerschuppens / Carports
• Bau jagdlicher Einrichtungen – Ansitzdrückjagdbock, zu deutsch: Hochsitze
• Aufstellen und Freischneiden von Hochsitzen in der Revierförsterei Leese.

Neben den Arbeiten in der Natur, mussten also auch die hauswirtschaftlichen Bereiche unterstützt werden. Da vier Kollegen als Betreuer dabei waren, konnte jeder einer Gruppe zugeteilt werden: Frau Ludwig unterstützte das Team Hauswirtschaft, Herr Vogeler betätigte sich im Team „Carport", Herr Ostler baute mit an den Hochsitzen und Herr Koppe fuhr mit in die Revierförsterei Leese zum Aufstellen der Hochsitze.

Und es ging morgens früh los! Um 6:00 Uhr wurden alle geweckt – da war das Team Hauswirtschaft schon beim Frühstückzubereiten! Um 6:30 Uhr gab es dann Frühstück und um 7:00 Uhr mussten sich alle fertig in Arbeitsklamotten und mit guter Laune ausgestattet vor der Werkstatt der Forstwirte versammeln.
Mit einer kleinen Pause wurde der Arbeitseinsatz um 12:30 Uhr beendet. Alle Schüler waren engagiert bei der Sache und sehr fleißig - es gab viel Lob von Herrn Hoffmann und seinem Team.

Um 13:00 Uhr gab es Mittagessen und bis 15:00 Uhr war „Mittagsruhe". In dieser Zeit spielten einige Tisch-Kicker, Tischtennis oder Schach, andere zogen sich zurück und machten es sich gemütlich in der Sitzecke rund um den immer gut beheizten Kaminofen.

In den Nachmittags- und Abendstunden gab es einen Orientierungsmarsch mit Karte und Kompass im Gelände, lange Waldspaziergänge, eine Nachtwanderung der Sinne, Stockbrot am Lagerfeuer und am letzten Abend ein gemeinsames Abschlussgrillen in der Köhlerhütte. Hier noch einmal der besondere Dank an die Hauswirtschaftlerinnen, die uns mit Würstchen, Grillfleisch und leckeren Salaten versorgten.
Um 22:00 Uhr war offiziell Nachtruhe und um 22:30 Uhr lagen alle in ihren Betten oder noch bei leiser Musik am Kamin – geschafft von der Arbeit und der täglichen Portion an frischer Luft.

Die Stimmung war durchgehend prima. Dazu trugen sicher die verschiedenen Aktivitäten und auch die entspannten Gespräche beim Abendessen bei.
So fiel auch die Einschätzung der Mitarbeiter des WPZ durchgängig positiv aus – für uns eine gelungene Woche in der Natur!

PS. Es gab weder „Netz" noch „WLAN" – und alle haben überlebt ....